Jede Institution oder jedes Unternehmen kann sich angesprochen fühlen, welche auf die Sichtweise der Kunst und Gestaltung etwas Neues erleben und erreichen möchte. Sei es eine künstlerische Intervention an einem Kongress, geht es um Seminare oder um gemeinsame Raumgestaltung. Die Inhalte der Projekte können aller Art sein. Das Verbindende ist die Gestaltung, welche als Mittel zum Zweck dient, um die gewünschten Ziele ihrer Institution oder ihrem Unternehmen zu erhalten.

 

Schauen Sie sich einfach in den Beispielen um.

GSR - Installation

Der Verein «Plattform GSR-Forum für Gemeinde-, Stadt- und Regionalentwicklung» hat zum Ziel, Menschen die sich für Fragen der Gemeinde-, Stadt- und Regionalentwicklung engagieren, zu vernetzen und eine Plattform des Austausches aufzubauen. Transdisziplinäre Sicht- und Arbeitsweisen sollen berufsübergreifend initiiert und gefördert werden. In diesem Sinne hat der Verein einen Beitrag zum Kongress lanciert, der die Kernanliegen der Plattform GSR sichtbar machen sollte. Der Auftrag war, eine künstlerische Intervention zu entwickeln, welche die unterschiedlichen Sichtweisen der TeilnehmerInnen aufnehmen und transparent machen sollte. Diese Visualisierung sollte die Betrachtenden dazu motivieren, die verschiedenen Perspektiven aufzunehmen und in der Vernetzung nutzbar zu machen.
Im Aufenthaltsraum des Tagungszentrums wurden während des Kongresses zwei Faxgeräte aufgestellt. Darin wurden die Teilnehmenden des Kongresses aufgefordert, ihre Notizen, Zeichnungen, Mindmaps etc. in das eine der Faxgeräte zu speisen. Die Informationen wurden zum zweiten Faxgerät gesendet und dort ausgedruckt. Ihre Originalnotizen erhielten die Teilnehmenden zurück. Mit jeder neuen Eingabe von Information kam die immer länger werdende Papierschlange in Bewegung, und damit wuchs die Installation über die drei Tage hinweg als interaktive Raumskulptur.

MOJAWI Mobile Jugendarbeit - Mobile Shooting

Dieses Projekt war eine Zusammenarbeit mit der offenen Jugendarbeit Winterthur Mojawi. Die Aufgabe war, ein gestalterisches Projekt für Jugendliche zu konzipieren und umzusetzen und zu der Etablierung von Mojawi in einem neuen Quartier beizutragen.

Als Überthema stand die Selbstinszenierung. Es wurde ein mobiles Fotostudio (Mobile Shooting) entwickelt, welches an drei verschiedenen Orten für eine Aktion aufgebaut wurde. Für die gestalterische Umsetzung wurden den Jugendlichen grosse Flächen Papier und ein breites Spektrum von Gestaltungsmöglichkeiten (Farbe, Pinsel, usw) zur Verfügung gestellt. Das Szenario wurde mit verschiedenen fotografischen Aufnahmetechniken (Polaroid, Handy, Digitalkamera usw.) festgehalten. Die entstandenen Fotografien wurden an der Tanzveranstaltung "Dance Kiss" als zusätzliche Darbietung ausgestellt.

Kinderdorf Pestalozzi - Schöner Wohnen

Die Idee des Projektes "Schöner Wohnen" war, die Räumlichkeiten im Haus Esperanza innerhalb des Kinderdorfes wohnlicher zu gestalten. Die Jugendlichen und das Betreuerteam hatten die Möglichkeit, unter fachkundiger Begleitung einzelne Zimmer umzugestalten.

Die Jugendlichen und das Betreuerteam waren die Hauptpersonen im Gestaltungsprozess. Die Gestaltung hatte so zu erfolgen, dass nicht der individuelle Geschmack des Einzelnen im Vordergrund stand, sondern die Wirkung des Raumes als Ganzes, d.h. die Atmosphäre und die Funktion des Raumes.

IP ArtEducation Projekt Rotterdam

Das ArtEdu IP-Projekt ist Teil der konkreten internationalen Zusammenarbeit vier bis sechs Kunsthochschulen in Europa. Am Projekt waren die UIAH (University of Art and Design Helsinki), WdKA (Willem de Kooning Academie; Rotterdam), HKU (Hogeschool voor de Kunsten Utrecht) und die HGKZ involviert. Am Projekt nahmen insgesamt einundzwanzig Studierende und fünf Dozierende teil, dazu kamen drei Primar- und zwei Sekundarklassen und die Bewohner der betroffenen Quartiere in Rotterdam. Die fünf internationalen Teams umfassten 4 - 5 StudentInnen, die von einem/r DozentIn einer der Hochschulen begleitet und gecoacht wurden.

Die fünf internationalen Teams hatten zum Ziel, während einer Woche im März in je einem Quartier in Rotterdam vor Ort ein Community-Based Art Projekt durchzuführen. Ein wesentliches Kriterium war die Zusammenarbeit mit einer Klasse der ausgewählten Quartierschulen und dem Miteinbezug der Quartierbewohner. Die angesprochenen Communities sollten zur Partizipation bewegt werden. Die dabei entstandenen Ergebnisse sollten zudem dem sozialen Kontext zugänglich gemacht werden.

Das Gästebuch

Was ist öffentlicher Raum? Was ist Öffentlichkeit?
Eine Hypothese: Der öffentliche Raum konstituiert sich einerseits über Bedingungen an einem Ort andererseits über die Befindlichkeit des Menschen (Erfahrung) am Ort und dem Zeitpunkt an dem er sich an diesem Ort aufhält.
Anhand einer zeitlich begrenzten Installation von 3 «Gästebüchern» an 3 unterschiedlichen Orten der Stadt Zürich wurde versucht, Aussagen und Atmosphären des öffentlichen Raumes einzufangen und festzuhalten.

Mutamenti

Das Reisen an fremde Orte ermöglicht nicht nur erlebnisreichen Urlaub, sondern bedeutet auch, dass Menschen aus fernen Destinationen zu uns kommen.
Mobilität, Verkehr und Transit bringen also Fragen mit sich, die beantwortet sein wollen und eine Positionierung in der heutigen Gesellschaft zur Folge haben. Mit Schrift und Sprache werden in Oerlikon (Marktplatz-MFO Platz) Sitzbänke paarweise so gestaltet, dass sie mit einer inhaltlichen Polarisierung die Leute zu einer Entscheidung auffordern.

Dieses Projekt war eine künstlerische Intervention im öffentlichen Raum in Zusammenarbeit mit Pro Helvetia und der HGKZ.